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Frohe Weihnachten

24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten und viel Spaß an den Festtagen.

 

Die Sache mit den Interviews

19. Dezember 2011

Es ist schon schade, dass auf den Seiten von Zeitungen nur begrenzter Platz ist. Da führe ich ein Interview mit dem Oberbürgermeister, und die Abnehmer können nur Teilaspekte veröffentliche. Wie schön, dass es Blogs gibt. Das vollständige Interview gibt’s also nebenan bei havenlog.de

Lloyd Werft vor Zerschlagung?

5. Dezember 2011

Ich wollte schon immer mal testen, ob Recherche über Twitter und Facebook sowie ein Blog bei einem Artikel hilft…

Also: In Bremerhaven gibt es eine renommierte Werft, die Lloyd Werft. Radio Bremen meldet heute, dass diese zerschlagen werden soll. Ich suche für einen Artikel Angestellte, die mir gerne anonym etwas dazu sagen. Nutzt das Kontaktformular oder die Kommentare unten.

Update: Das hat funktioniert. Und hier eines der Ergebnisse. Zerschlagen wird nichts

Blick in die Karate-Geschichte

4. Dezember 2011

Eine tolle Kollage vom Karate – und so einiges erlebt man ja heute noch ;-)

Mein Freund, der Baum

2. Dezember 2011

Da ist er:

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Aber Leute, hört auf, die Organisatoren persönlich anzugreifen!

Wir waren’s

30. November 2011

Stimmt:

Ich wurde in den 80er Jahren geboren, wuchs in den 90er Jahren auf. Wir sind die letzte Generation, die auf der Straße gespielt hat, die Erste, die Video-Spiele gespielt hat und wir sind die Letzten, die Songs aus dem Radio auf Kassetten aufnahmen, wir sind die Pioniere der Walkman-Zeit. Wir haben gelernt, wie man den Videorekorder bedient, spielten mit Atari, Super Nintendo und Game Boy. Wir sin…d die Generation der Thunder Cats, Power Rangers, Ninja Turtles, Transformers. Wir lebten ohne Handy, fuhren mit drei Personen auf einem Fahrrad kilometerweit weil Mami uns nicht durch die Gegend chauffierte. Wir hatten keine 99 Fernsehsender, Flachbildschirme, Surround Sound, MP3, iPod, Facebook oder Twitter

…aber dennoch hatten wir eine tolle Zeit

(thx Madita auf Facebook)

Resepkt, Rentnerclique

29. November 2011

Es mag jetzt ein wenig ätzend klingen. Überflüssig wie ein Kropf, ein Luxusproblem und eigentlich überhaupt kein Problem. Doch ich beobachte das, seit der Junior da ist. Menschen ohne Kinder, vornehmlich Rentner, sind manchmal die Pest.

Ja, die Pest. Ein Geschwür, dem man an die Wurzel gehen muss. Denn sie fordern immer Rücksicht, immer Rabatte und meinen, alles zu wissen und alles zu kennen. Man soll Respekt haben, und immer zuvorkommend sein. Natürlich muss man in der Bahn aufstehen und alles tun, was die Senioren wollen. So ist es gewollt, zumindest bei den Trägern von Tena Lady (wofür ich bald Werbegelder kassieren kann…) und Zahnprothesen. Macht man ja auch gerne, wenn es denn die Möglichkeit dazu gibt, keine Frage.

Aber nur, wenn das auf Gegenseitigkeit beruht.

Aber das ist der zitternden Generation ja egal. Ein, nein zwei Beispiele für die Respektlosigkeit der Rentenempfänger den Rentenzahlern, den Zahlern ihrer Rente gegenüber? Gerne.

Das erste ist wohlbekannt hier auch schon Thema gewesen: Die Eltern-Kind-Parkplätze am Supermarkt. Neulich parkten die Lady, der Junior und ich auf eben so einem, also kein Problem mit dem Finden. Direkt daneben hält ein Wagen, der es wohl locker mit dem Alter der Besitzer aufnehmen kann – irgendwo zwischen 80 und 127 Jahre oder so. Daraus klettern ein Mann und eine Frau, ich hole im Geiste schon Defi und Ambu-Beutel aus der Tasche. Nachdem wir sie besserwissend darüber informierten, dass dies reservierte Plätze seien, hieß es nur: “Wir müssen was abholen.” Dann holt er rote Boxen aus dem Kofferraum und verschwindet im Markt (übrigens stellt sich später heraus, dass das Testeinkäufer waren. Sie sind nämlich superwichtig mit Klemmbrett durch den Markt gerannt und haben alles mögliche gehortet…). Unnötig zu sagen, dass sie sich natürlich an allen Theken und der Kasse vorgedrängelt haben.

Aber wenn man ehrlich ist: Sie haben mutmaßlich ja kaum noch Zeit – ist ja nicht jeder wie Johannes Heesters, oder? Der ist doch zu bewundern.

Die Testkauf-Rentner jedenfalls haben direkt unter dem EKP-Schild geparkt und es schlicht ignoriert. Freilich haben Ältere schlechtere Augen, aber das kann keine Ausrede sein. Muss es aber wohl, denn getopt wurde dass kürzlich im Restaurant eines Einkaufszentrums.

Die Betreiber sind durchaus familienfreundlich. Sie haben eine Spielecke mit Rutsche, um die Kleinen vom Nerven abzuhalten, wen diese meinen, fertig zu sein, wenn Mama und Papa gerade ihren zweiten Bissen ansetzen. Direkt davor sechs Tische, insgesamt 16 Plätze. Darüber ein Schild: “Hier ist der Platz für Eltern und Kinder”. Gut, das hängt ja nur in Sichthöhe laufender Menschen. Das kann man übersehen, wenn man das Land nach dem Krieg wiederaufgebaut hat, in dem man es selbst zerstörte. Dachten sich auch die Betreiber und haben das auf jeden Tisch nochmal als Schild hingestellt. Deutlich sichtbar. So deutlich, dass man fast mit dem Kopf dagegen stößt, setz man sich hin. Aber die Mumien-Ager sind auch da schmerzbefreit, stellen ihr Systemgastronomietablett einfach auf den Tisch und schieben den freundlichen Hinweis zur Seite. Das hat dazu geführt, dass sechs Familien mit Kindern rund um den Kindertischbereich platziert waren – auf regulären Plätzen. Und das schlimmste ist, dass sie in der Regel im Rudel auftauchen.

Mich ärgert das. Gewaltig. Man kann Respekt verlangen, Höflichkeit und Rücksicht. Aber auf jeden Fall ist es so, dass das auch zurückkommen muss. Niemand hat das Vorrecht darauf, man muss es sich verdienen. Schon gar nicht, weil er nur alt ist.

Und nun schalte ich den Satiremodus wieder ab.

Kehrtwende im Tannen-Debakel: Baum kommt mit PR-Gedröhn

28. November 2011

Es ist eigenlich ein klassiches PR-Desaster, das die BIS Bremerhaven in den vergangenen Tagen erlebt hat. Von allen Seiten wurde auf die Touristik-Abteilung der Wirtschaftsförderer eingedroschen, weil sie statt eines Weihnachtsbaums einen Dampfer auf dem Theodor-Heuss-Platz aufgestellt hat. Medien berichteten, Radio Bremen sammelte gar für einen Baum, die „Bild“ machte den Markt zum Schlimmsten überhaupt (was ja nun so auch nicht stimmt), bei Facebook ging die Lucy ab und eigentlich niemand fand das gut – außer den Organisatoren. Die müssen nun Krisen-PR treiben, und sie tun es nach erkennbarem Schema. Erst sanftes Abschwächen in der Nordsee-Zeitung (Organisator Heino Tietjen: „Selbst ich hab‘s kapiert: Das Schiff ist nicht gewollt.“), heute dann um 16.09 Uhr die Pressemeldung mit der absoluten Kehrtwende, allerdings verkappt in einer Ankündigung.

Maritimer Weihnachtsmarkt auf neuem Kurs – weiterer Tannenbaum vor dem Stadttheater

Der Bremerhavener Weihnachtsmarkt bekommt einen weiteren Hingucker. Vor dem Stadttheater am Theodor-Heuss-Platz wird ein zusätzlicher Tannenbaum aufgestellt. Die Organisatoren der städtischen Gesellschaft BIS hatten in diesem Jahr auf ein maritimes Konzept gesetzt und dort statt einem Weihnachtsbaum ein festliches geschmücktes Weihnachtsschiff aufgestellt. „In den Diskussionen in der Bevölkerung wurde nun deutlich, dass dort auch ein Tannenbaum gewünscht ist. Das haben wir verstanden und deshalb stellen wir ihn auf“, sagt Organisator Heino Tietjen.

Passend dazu hatte bereits in der vergangenen Woche die Redaktion des Radio-Bremen-Regional-Magazins „Buten und Binnen“ einen Baum angeboten. Oberbürgermeister Melf Grantz: „Ich habe mich über diese Initiative gefreut. Aus konzeptionellen Gründen hatte die BIS das Angebot zunächst abgelehnt. Es hat sich aber gezeigt, dass die Bürger an der Stelle gern einen Weihnachtsbaum wollen und darauf hat die BIS jetzt entsprechend reagiert.“

Dabei war die Aktion von BuBi schon blamabel genug, weiß man doch, dass sie immer einen Anlass suchen, Bremerhaven anzu…

In einer gemeinsamen Aktion wird die acht Meter hohe Rotfichte am Freitag, 2. Dezember, ab 9 Uhrvor dem Bremerhavener Stadttheater platziert. „Der Baum ergänzt die Gestaltung des Weihnachtsmarktes, auf dem angefangen vom Theodor-Heuss-Platz durch die Fußgängerzone bis zum zentralen Markt rund um die Große Kirche mehr als 250 Tannen in Höhen bis zu zehn Metern stehen“, so Tietjen weiter.

Am Freitag, 2. Dezember, wird auch die letzte Attraktion des Weihnachtmarktes – der mittelalterliche nordische Adventsmarkt – auf dem Theodor-Heuss-Platz aufgebaut und um18 Uhr eröffnet. Unter anderem gibt es dort mittelalterliche Musik ungewöhnliche Heißgetränke und interessantes Handwerk von der Salzherstellung über die Kerzenproduktion bis zum Netzknüpfen und Schwertkampfvorführungen. Am Eröffnungstag selbst gibt es um19 Uhreine Feuer-Show mit Feuerspuckern. Am Sonnabend, 3. Dezember und Sonntag, 4. Dezember, ist der schwedische Weihnachtsmann „Jul Tompte“ für alle Kinder und Erwachsenen zu Besuch. „Mit dem mittelalterlichen Adventsmarkt ist der Weihnachtsmarkt dann komplett. Der Tannenbaum vor dem Stadttheater rundet das Eröffnungsbild gut ab“, so Tietjen weiter.

Auch für den passenden Weihnachtsschmuck auf dem neuen Baum ist gesorgt. Oberbürgermeister Melf Grantz wird die Tanne am Freitagvormittag ab 9 Uhr gemeinsam mit Kindern festlich schmücken. (ANMERKUNG: Das ist so eine typische PR-Nummer, dass man das einfach nicht glauben mag.“ „Damit steht dann zusammen mit dem Weihnachtsschiff auch wieder ein Tannenbaum vor dem Stadttheater und die Besucher des Bremerhavener Weihnachtsmarktes werden noch stimmungsvoller empfangen“, so Grantz.

Warum nicht gleich so? Warum nicht gleich der Dampfer als Ersatz für die Rodelbahn? Das hätte man mit dem Defizit wesentlich besser verkaufen können als Schiff statt Baum. Platz ist ja eh da.

Weiterer Weihnachtsschmuck und die nötige Beleuchtung an dem Baum werden vom Stadtmarketing-Verein City Skipper gemeinsam mit Sponsoren angebracht. Im nächsten Jahr wollen die Organisatoren der BIS das Konzept für den Weihnachtsmarkt frühzeitig präsentieren. Heino Tietjen: „Es gibt offenbar ein großes Bedürfnis der Bürger am Aufbau des beliebten Weihnachtsmarktes. Dem wollen wir gerecht werden. Es wird rechtzeitig eine Pressekonferenz geben, bei der wir die Planungen für den nächsten Weihnachtsmarkt vorstellen. Und eines kann ich jetzt schon versprechen: Wir werden uns bemühen, auch 2012 wieder eine große Tanne vor dem Stadttheater aufzustellen.“ (Hervorhebungen durch die Stadt)

Eine solche PK wäre hier vielleicht angebracht gewesen, oder? Peinlich ist jetzt nur noch das Schmück-Foto, ist es doch eine offensichtliche PR-Nummer.

Ach Mensch.

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