Weihnachtsmarkt für die Generation “Tena Lady”
Hart ist das Leben an der Küste – wie war dieser doch recht platte Spruch ist, das zeigt sich beim Bremerhavener Weihnachtsmarkt 2011. Statt eines Weihnachtsbaums und einer beliebten Rodelbahn gibt es in diesem Jahr ein Schiff. Nein, ehrlich, ein Schiff: In der kommenden Woche wird ein Ausflugsdampfer in den Innenstadt geschleppt, damit man dort als Flaneur Kaffee und Kuche konsumieren kann. Na Klasse. Wer wird da wohl Platz nehmen? Die Generation “Tena Lady”. Und nur die.
Dieser Attraktion fallen das Symbol der Vorweihnachtszeit, der Baum, und das so ziemlich einzige Objekt zum Opfer, das junge Menschen interessieren könnte. Die Rodelbahn, die seit einigen Jahren zwar mit Verlusten, aber durchaus beliebt, in der Stadt stand wird nicht gefördert. Ziel ist es, sagen die Organisatoren, den Markt maritimer zu machen, wie ja vor Jahren ein Plattbodenschiff die Attraktion gewesen sei. Das Problem allerdings zeigt sich nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch und vor allem am Rest des Jahres. Das jüngere Publikum wird selten bis gar nicht angesprochen. Es gilt die Maxime: Hauptsache Schiff.
Muss es aber ja vielleicht auch nicht.
Sind ja keine Wähler – jedenfalls noch nicht. Denn es zählen nur die Alten. Schade.



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